Josephskirche: Beteiligung hat begonnen

Eine digitale Hinweisbox im Februar und eine Abendveranstaltung im März sind die zentralen Elemente des Beteiligungsverfahrens zur Zukunft der Josephskirche in Eppelheim. 

Dieses Verfahren wird begleitet und moderiert von Stefanie Ruschek von shr-Moderation in Mannheim. Die Diplom-Geografin verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Gestaltung von solchen Beteiligungsprozessen.
"Was ist Ihnen für die Zukunft der Josephskirche wichtig?"
Zunächst sollen alle Interessierten die Möglichkeit bekommen, eigene Ideen und Wünsche einzubringen. Zwei Fragen sind dabei leitend: „Was ist Ihnen für die Zukunft der Josephskirche wichtig?“ und „Welche heutigen Funktionen der Josephskirche sollten auch künftig erhalten bleiben?“ Die eigenen Antworten können in der Zeit vom 1.-22. Februar in der digitalen Hinweisbox über die Website der Stadtkirche oder über die Postkarten, die in den beiden katholischen Kirchen in Eppelheim ausliegen, eingebracht werden.
Abendveranstaltung am 16. März
Am Abend des 16. März lädt die Stadtkirche zu einer Beteiligungsveranstaltung in das Gemeindehaus St. Franziskus ein. Nach einer ausführlichen Information über die Beweggründe der Stadtkirche, die Ergebnisse der schriftlichen Beteiligung sowie die Pläne der rumänisch-orthodoxen Gemeinde und des Fördervereins sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an dem Abend eingeladen, weiter der Frage „Was wird aus der Josephskirche?“ nachzugehen.
Im Anschluss soll das Ergebnis in den Gremien der Stadtkirche weiter bearbeitet und beraten werden und auf der Grundlage des Erarbeiteten – wenn möglich – noch vor den Sommerferien im Pfarreirat eine Entscheidung getroffen werden.
Die vom Stiftungsrat ursprünglich vorgesehene Einbettung der Frage nach der Zukunft der Josephskirche in ein Gesamtkonzept für die kirchlichen Liegenschaften in Eppelheim wurde vorerst von der Tagesordnung genommen. Dazu hatte der Verwaltungsvorstand als Nachfolgegremium des Stiftungsrats im Januar einen entsprechenden Beschluss gefasst. Vor allem der zeitliche Aufwand eines solchen Konzepts, der die Frage nach der Zukunft der Josephskirche auf unbestimmte Zeit offen lässt, war dafür ausschlaggebend. Mit den jetzigen Plänen für die Beteiligung möchte die Stadtkirche vor allem dazu beitragen, dass Sorgen und Bedürfnisse gehört und sachliche Argumente in einem fairen Miteinander abgewogen werden.
 
Hintergrund: Die Gremien der Stadtkirche hatten eine Übertragung der Josephskirche in Erbpacht an die rumänisch-orthodoxe Gemeinde erwogen und diese im Frühjahr 2025 als Chance für einen sinnvollen Erhalt der Josephskirche vorgestellt. Gegen diese Pläne wurde ein Förderverein gegründet mit dem Ziel, die Josephskirche mit einem neuen Nutzungskonzept als Teil der Stadtkirche zu erhalten.
Aufgrund der komplexen Situation und der sehr emotional geführten Diskussionen um die Josephskirche im vergangenen Jahr hatte der Stiftungsrat im Juli 2025 eine Entscheidung verschoben und ein offenes Beteiligungsverfahren angeregt.