1. Haltung/Lebensstil
2. Information/Sensibilisierung
3. Gottesdienste
4. Lebensmittel
5. Sonstige Beschaffung
6. Entsorgung (Müll)
7. Mobilität
8. Kircheneigene Grundstücke und Immobilien
9. Finanzen
10. Personal
2. Information/Sensibilisierung
3. Gottesdienste
4. Lebensmittel
5. Sonstige Beschaffung
6. Entsorgung (Müll)
7. Mobilität
8. Kircheneigene Grundstücke und Immobilien
9. Finanzen
10. Personal
1. Haltung/Lebensstil
Christlicher Glaube drückt sich auch in nachhaltiger
Lebensweise aus. Als Christen in der Stadtkirche wollen wir uns bewusst machen, wie sich unser Glaube in unserem Umgang mit der gesamten Schöpfung und mit unseren Mitmenschen äußert. Wir besinnen uns darauf, was wir im Leben wirklich brauchen, und bemühen uns, auf nicht notwendige, schädliche Dinge und Verhaltensweisen zu verzichten. Wir wissen, dass wir von Gott bedingungslos angenommen und geliebt sind und nicht erst durch übermäßigen Konsum und Statussymbole Anerkennung erwerben müssen.
Wir wollen uns gegenseitig auf diesem Weg zu einem gerechteren, maßvollen und friedvollen Leben bestärken und uns klar machen, dass wir mit diesem letztlich erfüllteren Leben etwas zu gewinnen haben. Wir wollen einander ermutigen, im Zweifel auch gegen den Strom voranzugehen (als Sauerteig oder auch Salz der Erde). Angesichts der Größe der Herausforderungen resignieren wir nicht sondern tun, was uns möglich ist, und vertrauen darüber hinaus auf das Wirken des heiligen Geistes.
Lebensweise aus. Als Christen in der Stadtkirche wollen wir uns bewusst machen, wie sich unser Glaube in unserem Umgang mit der gesamten Schöpfung und mit unseren Mitmenschen äußert. Wir besinnen uns darauf, was wir im Leben wirklich brauchen, und bemühen uns, auf nicht notwendige, schädliche Dinge und Verhaltensweisen zu verzichten. Wir wissen, dass wir von Gott bedingungslos angenommen und geliebt sind und nicht erst durch übermäßigen Konsum und Statussymbole Anerkennung erwerben müssen.
Wir wollen uns gegenseitig auf diesem Weg zu einem gerechteren, maßvollen und friedvollen Leben bestärken und uns klar machen, dass wir mit diesem letztlich erfüllteren Leben etwas zu gewinnen haben. Wir wollen einander ermutigen, im Zweifel auch gegen den Strom voranzugehen (als Sauerteig oder auch Salz der Erde). Angesichts der Größe der Herausforderungen resignieren wir nicht sondern tun, was uns möglich ist, und vertrauen darüber hinaus auf das Wirken des heiligen Geistes.
2. Information/Sensibilisierung
Als Stadtkirche wollen wir in unseren Gemeinden über das Thema Nachhaltiger Umgang mit der Schöpfung‘ informieren und dafür sensibilisieren. Dabei ist es uns wichtig, uns auf die Enzyklika Laudato Si zu beziehen.
Folgende Themen sind uns wichtig:
- Informationen zu Klimawandel und Klimaschutz
- Auf Folgen des Klimawandels in anderen Ländern hinweisen und
Verantwortung/Solidarität zeigen - Über Handlungsmöglichkeiten vor Ort informieren (z. B. regionale/ökologische Einkaufsmöglichkeiten und Initiativen)
- Inhaltliche Auseinandersetzung mit der Enzyklika Laudato Si
Folgende Maßnahmen/Medien scheinen uns dafür geeignet:
- Entscheidungsträger (z. B. Pfarrgemeinderat, Stiftungsrat) sollten die vorliegenden Handlungsmöglichkeiten kennen und in ihre Arbeit einbringen
- Wir vernetzen uns als Stadtkirche mit bestehenden Fair-Trade-, Eine-Welt- und anderen Initiativen und stärken diese
- Wir gehen als Stadtkirche mit positivem Beispiel voran (gestalten kirchliche Projekte nachhaltig nach den hier vorliegenden Handlungsmöglichkeiten und -empfehlungen) und machen dies öffentlich
- Wir bieten Veranstaltungen mit „Botschaftern der Schöpfung“ an (Liste über
Fair.Nah.Logisch-Initiative des Erzbistums zugänglich) - Auf der Homepage der Stadtkirche informieren wir über die kirchlichen Fair.Nah.Logisch-Aktivitäten (richten eigene Rubrik ein)
- Serie zu Fair.Nah.Logisch im Pfarrbrief
- Inhaltliche Impulse
- Berichte über Aktionen und positive Erfahrungen (z. B. müllarmes Pfarrfest, Energieberatungen, Themengottesdienste u.v.m.)
3. Gottesdienste
Unsere Gottesdienste sind das Zentrum unseres christlichen Gemeindelebens. Entsprechend wollen wir sie nutzen, um uns die Notwendigkeit einer ökologisch nachhaltigen Lebensweise immer wieder bewusst zu machen. Als Christen müssen wir uns fragen, inwiefern der Respekt vor der Schöpfung in konkreten Maßnahmen zu Umwelt- und Klimaschutz umgesetzt werden kann.
Anknüpfungspunkte hierzu sind:
- Gottesdienste im Grünen
- Themengottesdienste (z. B. Schöpfung, Elemente, Symbol Wasser/Fisch; Inspirationen z. B. unter www.nachhaltig-predigen.de)
- Auseinandersetzung mit der Enzyklika Laudato Si
- Förderung ökologischer Projekte durch die Sonntagskollekte
- Verweis auf eigene und externe ökologische Aktivitäten
- Das Erntedankfest und die geprägten Zeiten nutzen, um eine ökologisch nachhaltige Grundhaltung zu fördern
- Gottesdienste möglichst CO2-neutral feiern (siehe z. B. Mobilität und Beschaffung)
4. Lebensmittel
Im Umgang mit Lebensmitteln wollen wir uns um ein nachhaltiges, ressourcenschonendes und faires Verhalten bemühen. Die Verpflegung bei Gemeindefesten und anderen kirchlichen Veranstaltungen sollte sich daher an folgenden Empfehlungen orientieren:
Im Umgang mit Lebensmitteln wollen wir uns um ein nachhaltiges, ressourcenschonendes und faires Verhalten bemühen. Die Verpflegung bei Gemeindefesten und anderen kirchlichen Veranstaltungen sollte sich daher an folgenden Empfehlungen orientieren:
- Regionale, fair gehandelte und/oder biologisch angebaute Produkte verwenden (z. B. regional erzeugtes (Bio-)Fleisch und (Bio-)Gemüse, Säfte von regionalen Streuobstwiesen, fair gehandelter Kaffee/Tee usw.)
- Verstärkt vegetarische und vegane Gerichte anbieten
- Den Fleischanteil in Mahlzeiten reduzieren (kleinere Portionen, weniger Fleischgerichte)
- Beim Einkauf der übrigen Produkte den Herstellungsprozess recherchieren und verantwortungsvolle Marken bevorzugen
- Leitungswasser kostenlos zur Verfügung stellen. Um diese Gewohnheit einzuführen, könnten an alle Gemeinden Wasserkrüge verteilt werden.
- Bei Flaschenwasser Wasserprojekte unterstützen (z. B. Viva con Agua)
Zusätzlich kann der regelmäßige Verkauf von Fair-Trade-Produkten in den Gemeinden die Sensibilität für dieses Thema bei allen Gemeindemitgliedern erhöhen und jedem die Möglichkeit für einen persönlichen Beitrag im Alltag bieten.
5. Sonstige Beschaffung
Auch in allen anderen Bereichen, z. B. in der Verwaltung und in der Ausstattung der Kirchen, wollen wir bei der Anschaffung von neuen Dingen auf umweltschonende und faire Herstellungsprozesse achten und nicht allein den günstigsten Preis zum Auswahlkriterium machen. Das ökumenische Einkaufsportal www.wir-kaufen-anders.de bietet hierzu viele Informationen und Produkte für Kirchengemeinden, Kindertagesstätten und Verwaltungseinrichtungen an.
Konkrete Maßnahmen sind zum Beispiel:
Konkrete Maßnahmen sind zum Beispiel:
- Umweltpapier verwenden
- Füller statt Wegwerfkugelschreiber einführen
- Ressourcensparende Geräte (Drucker, Kopierer) kaufen
- ggf. auf gebrauchte elektronische Geräte zurück greifen
- Beim Umbau/Neubau von Kirchenräumen regionalen Naturstein verwenden
- Bei Mess- und Ministrantengewändern auf ökologische Textilien und faire
Produktionsbedingungen achten - Umweltschonende Reinigungsmittel verwenden
- Liturgische Gegenstände aus fairem Gold bzw. Silber bevorzugen
6. Entsorgung (Müll)
Nachhaltiger Konsum endet nicht mit dem Kauf eines Produktes. Idealerweise wird bereits beim Einkauf auf eine Reduzierung der Umweltbelastung und bei der anschließenden Entsorgung auf Mülltrennung geachtet. Die Mülltrennung muss kontrolliert und gegebenenfalls durchgesetzt werden.
Einfach umzusetzen sind:
Nachhaltiger Konsum endet nicht mit dem Kauf eines Produktes. Idealerweise wird bereits beim Einkauf auf eine Reduzierung der Umweltbelastung und bei der anschließenden Entsorgung auf Mülltrennung geachtet. Die Mülltrennung muss kontrolliert und gegebenenfalls durchgesetzt werden.
Einfach umzusetzen sind:
- Der Einkauf auf dem Wochenmarkt, auf dem viele Produkte lose gekauft werden können, wie auch in Unverpackt-Läden
- Beim Einkauf im Supermarkt eigene Behälter mitbringen
- Es ist schwer Abfall ganz zu vermeiden. Gerade deswegen sollte anfallender Müll korrekt getrennt und entsorgt werden.
Für Veranstaltungen der Stadtkirche bieten sich zudem an: - Das städtische Spülmobil mieten, statt Einweggeschirr zu benutzen
- Wettbewerbe durchführen: Welches Gemeindefest produziert am wenigsten Müll? (Oder Planung: Wie kommt man bei einem Gemeindefest mit nur einem Sack Müll aus?)
7. Mobilität
In Mobilitätsfragen wollen wir einerseits als Stadtkirche selbst, z. B. bei Dienst- und Ausflugsreisen sowie Transporten, möglichst CO2-neutral unterwegs sein. Darüber hinaus müssen die Erreichbarkeit unserer Einrichtungen und Veranstaltungen mit dem Rad und den öffentlichen Verkehrsmitteln verbessern. Unsere Mitglieder und Besucher wollen wir für eine umwelt- und klimabewusste Mobilität sensibilisieren. Konkrete Ansatzpunkte sind zum Beispiel:
- Fahrdienst für Kirchenbesucher
- z. B. mit E-Bike-Rikscha
- Veranstaltungsorte, die mit dem Fahrrad/ÖPNV gut erreichbar sind
- Fahrgemeinschaften bilden
- ÖPNV nutzen und bewerben
- Fuhrpark umstellen
- (E-)Lastenräder
- Pedelecs
- E-Auto und Wasserstoffautos
- Ausreichende Fahrradständerangebote zusätzlich zu/anstelle von PKW-Parkplätzen
8. Kircheneigene Grundstücke und Immobilien
Der Besitz von Gebäuden und insbesondere Freiflächen soll unter den Aspekten einer nachhaltigen Nutzung (ökol. Land- und Forstwirtschaft, insektenfreundliche einheimische Bepflanzung, energiesparende Gebäudeauslegung, aktive Gewinnung von regenerativen Energiequellen) betrieben werden.
Zur adäquaten Flächennutzung gehören:
- Aufwertung und ökologisch nachhaltige Gestaltung von Freiflächen, Grünflächen erhalten
- Begrünung (Dächer, Fassaden)
- Urban Gardening zulassen, betreuen und damit auch Kirchenferne ansprechen
- Flächenversiegelung begrenzen
- Versiegelte Flächen entsiegeln - Wasser dem Grundwasser zuführen
- Erbpacht statt Verkauf
- Sozialen Wohnraum schaffen
- Landwirtschaftliche Flächen ökologisch bewirtschaften
- Wettbewerbe für beste Lösung bei Bauvorhaben
- Auf umweltschädigende kirchliche Bauvorhaben hinweisen
- Im Biodiversitätskreis Heidelberg mitwirken
- Artenvielfalt auf persönlichen eigenen Flächen fördern
Zur adäquaten Gebäudenutzung gehören:
- Professionelles Energiemanagement
- Energiebeauftragte nach Definition des Erzbistums ernennen
- durch Hauptamtliche (Ehrenamtliche überfordert)
- Heizung richtig einstellen
- Energiesparberatung nutzen
- vom Erzbistum finanziert
- Caritas-Angebot
- Energie-/Umweltkonzept bei jeder kirchlichen Baumaßnahme einfordern und transparent kommunizieren
- energetische Standards entwickeln
- Pfälzer Kirchenschaffnei bei Freiflächen und Gebäuden einbeziehen
- gute Beispiele kommunizieren
- vergangene Baumaßnahmen hinsichtlich nachhaltiger und ökologischer Aspekte prüfen und bewerten
- finanzielle Beteiligung an diese Konzepte knüpfen
- Energetisch sanieren
- Photovoltaik-Anlagen installieren
- auf Kirchen, Gemeindehäusern, ...
- bei Gemeindemitgliedern
- Leerstand vermeiden (nutzen oder abgeben)
- Raummanagement für die Stadtkirche (in Vorbereitung)
- Daten systematisch erheben
- Energiesparwettbewerb für Gemeinden
- Von Beginn an CO2-neutrale Lösungen wählen
- Regionalen Ökostrom beziehen (stadtkirchenweit)
9. Finanzen
Viele Investoren/Organisationen/Sparer wissen nicht wirklich, wofür ihr Geld arbeitet. Wir als Stadtkirche können über die Wirksamkeit von nachhaltigen, ökologischen und ethischen Grundlagen folgenden Finanzierungsmöglichkeiten und Geldanlagen informieren und für dieses Thema sensibilisieren.
Konkrete Maßnahmen sind:
- Nachhaltige Finanzierungsmöglichkeiten und Geldanlagen mit ökologischem und sozialen Hintergrund nutzen
- Transparente Haushalte und Geldanlagen bei Stadtkirche und Erzdiözese einfordern
- Austausch über dieses Thema mit dem Stiftungsrat pflegen
- Im Zweifel nach Freiburg wenden
10. Personal
Der partnerschaftliche und faire Umgang mit Personen im kirchlichen Dienst folgt eigenen Regeln:
- Faire Arbeitsbedingungen, keine Diskriminierungen
- Faire Bezahlung
- Bei Vergabe von Aufträgen („Outsourcing“) auf die Einhaltung arbeitsrechtlicher Mindeststandards achten
- Sorgsamer und respektvoller Umgang zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer
Heidelberg im November 2019

