Heiraten in der Stadtkirche

 

Gottes Liebe und Treue leben

Die Liebe betrachten wir Christen als ein göttliches Geschenk. Wenn Menschen gelernt haben, einander zu vertrauen, sich aufeinander zu verlassen, miteinander zu hoffen, dann glauben wir Christen auch, dass sie auf Gottes Segen vertrauen dürfen.

Wenn Mann und Frau sich im Glauben öffentlich zueinander bekennen, dann redet die katholische Kirche von einem Sakrament, einem „heil machenden Zeichen". Dieses Sakrament spenden sich die beiden Partner gegenseitig; in ihrem JA zueinander wil Gottes Liebe Gestalt annehmen. Denn im Ehe­sakrament wird sichtbar, wie Gott sich zu uns Menschen verhält: Er umwirbt uns und liebt uns – so wie Mann und Frau sich umwerben und lieben. Gott macht damit den Bund der Eheleute zu einem Treue­bund, in dem er selbst gegenwärtig sein will. Durch die Eheleute will Gott seine Liebe und seinen Schöpfungswillen in der heutigen Zeit erfahrbar und erlebbar machen.

Menschen, die an Gott glauben, wissen um die Chancen und Bereicherungen, die ein Leben im Vertrauen auf Gott schenkt. Sie erfahren ihr Leben als sinnvoll. Sie wissen sich auch dann von Gott angenommen und begleitet, wenn Sie leidvoll an Grenzen stoßen. Dieses Wissen und diese Erfahrung machen Mut, Ja zueinander zu sagen und sich gegenseitig dieses Ja für ein ganzes Leben zu versprechen.

 

Ihre Ansprechperson

  
  • Tanja Astor
    Pfarrsekretärin
  • Lydia Schmitt
    Pfarrsekretärin

E-Mail
hochzeit@kath-hd.de 

 

Das Sakrament der Ehe setzt bei den Brautleuten den Glauben voraus und ist zugleich ein Zeichen für diesen Glauben. Die Vorbereitung auf die Trauung kann in diesem Sinne eine Chance sein, den Glauben neu zu entdecken oder zu vertiefen. Die Vorbereitung benötigt Zeit – nehmen Sie sich diese Zeit!

Erste Schritte zur Planung und Vorbereitung

Einer der ersten Schritte muss sein, dass Sie den Termin Ihrer Trauung mit der Kirche und dem Priester oder Diakon vereinbaren, damit Sie nicht eine unliebsame Enttäuschung erleben!

Wenn der Termin der Trauung feststeht, muss mit einer Seelsorgerin oder einem Seelsorger Ihres Wohnortes das „Ehevorbereitungsprotokoll" ausgefüllt werden (auch wenn die Trauung an einem anderen Ort gefeiert wird). Das geschieht in einem Gespräch mit beiden Partnern. Katholische Partner benötigen dafür einen neu ausgestellten Taufschein; diesen bekommen Sie in der Pfarrei, in der Sie getauft worden sind. Partner einer anderen Konfession benötigen Datum, Kirche und Ort ihrer Taufe, außerdem eine Aufenthaltsbescheinigung ihres Wohnorts, aus der hervorgeht, dass Sie noch nicht verheiratet sind. Sollte die standesamtliche Trauung schon hinter Ihnen liegen, genügt für Partner der anderen Konfession die Bescheinigung über die Trauung.

Um sich auf die kirchliche Trauung gut vorzubereiten, empfehlen wir Ihnen sehr, auch an einem Seminar zur Vorbereitung teilzunehmen. Unsere Diözese und unser Dekanat bieten verschiedene Formen der Vorbereitung an, bei denen immer auf das Gespräch mit anderen Paaren Wert gelegt wird.

Was sollten Sie im Vorfeld bedenken?
Die Wahl eines Trauspruches, der beispielsweise einer Schriftlesung der Feier der Trauung entnommen werden kann, hat schon manches gute Gespräch über den Glauben angeregt.
Eine Hochzeitskerze ist eine wertvolle Erinnerung an das Fest, vor allem dann, wenn die eigenen Namen und Daten darauf "verewigt" sind.
Falls einer der Partner noch nicht gefirmt ist, ist es möglich, dass noch vor der Trauung – und nach entsprechender Vorbereitung – die Firmung als volle Eingliederung in die Gemeinschaft der Kirche gefeiert wird. Das muss ggf. eigens beim Bischof benatragt werden.
Vergessen Sie auch nicht die praktischen Fragen:
– Was gilt es noch vorzubereiten?
– Wen sollten wir wofür ansprechen?
– Wie schmücken wir die Kirche?
– Wer wird fotografieren und filmen?
 

Zur Feier der Trauung gehört ihr festlicher Charakter. Dazu müssen viele ihren Teil beitragen. Der gemeinsame Gesang und eine liturgische musikalische Gestaltung gehören dazu. Überlegen Sie, welche Art der Gestaltung und welcher Aufwand für Sie passend und sinnvoll ist (nicht zu viel – aber auch nicht zu wenig!).

Da das Ehesakrament nicht nur für Sie persönlich, sondern auch für die ganze Gemeinde Bedeutung hat, ist der sinnvolle Ort für die Feier der Trauung Ihre Pfarrkirche. Wenn Sie einen anderen Wunsch haben, sollten Sie das frühzeitig besprechen.

Die gottesdienstliche Feier muss vorher besprochen und die Gestaltung überlegt werden, damit Sie die Trauung als geistliches Geschehen und als ein für Sie persönliches Ereignis erleben können. Was geklärt sein sollte:

  • Wie und von wem wird die Feier musikalisch gestaltet?
  • Welche Lesungen sollen verkündet werden? Wer trägt sie vor?
  • Welche Gebete und Gesänge sollen gewählt werden?
  • Wie und von wem sollen die Fürbitten gestaltet werden? Wer trägt sie vor?
Auch ist es gewiss lohnend, über die Bedeutung der Gesten und Zeichen sowie über den Sinn der Fragen und Antworten, Segnungen und Gebete der Feier zu sprechen.
 

Ich bin nicht zur Firmung gegangen. Muss ich auf die kirchliche Trauung verzichten?

Nein. Es kommt vor, dass Pfarrer (vor allem in Italien und Polen) auf einer Firmung vor der kirchlichen Hochzeit bestehen. Das ist aber nicht im Kirchenrecht verankert; es kann niemand dazu gezwungen werden. Natürlich ist es wünschenswert, dass eine Frau oder ein Mann, der kirchlich heiratet auch das Sakrament der Firmung empfangen hat, weil erst damit die christliche Initiation (die volle Aufnahme in die Gemeinschaft der Kirche) abgeschlossen ist. Über eventuelle Fragen sollten Sie sich mit einem Seelsorger unterhalten.

Meine Freundin ist aus der katholischen Kirche ausgetreten. Können wir kirchlich heiraten?

Grundsätzlich ja. Der Kirchenaustritt bewirkt allerdings ein „Trauverbot“ (CIC/1983). Die Bischöfe in Deutschland haben bestimmt, dass in diesem Fall vor der Trauung die Trauerlaubnis des zuständigen Bischofs einzuholen ist. Die Erlaubnis wird ohne große Umstände gegeben, wenn der Partner, der zur Kirche gehört, seine Bereitschaft zur katholischen Lebensführung und das Bemühen um die katholische Taufe und Erziehung der künftig gemeinsamen Kinder verspricht und der andere Partner davon informiert ist.

Kann ich im Ausland kirchlich heiraten?

Selbstverständlich, denn Christentum und Katholische Kirche sind weltweit „zuhause“. Es gelten für die kirchliche Eheschließung im Ausland die gleichen Regeln wie in der Kirche von Deutschland. Es muss lediglich von der zuständigen bischöflichen Behörde eine „Überweisung“ für die Feier der Trauung im Ausland erfolgen. Es empfiehlt sich frühzeitig mit dem zuständigen Pfarrbüro Kontakt aufzunehmen.
Für das Ja-Wort vor einem Standesbeamten im Ausland gibt es keine einheitliche Regelungen. Hierfür hat das Bundesverwaltungsamt, Referat V 4, 50728 Köln, Tel. 0221/7 58 27 47 Informationen bereit. Eine staatliche Eheschließung ist in Deutschland Voraussetzung für eine kirchliche Hochzeit – nur in seltenen Fällen kann eine Ausnahme genehmigt werden.

Mein Partner ist evangelisch und war früher verheiratet, aber nicht kirchlich. Jetzt möchten wir unsere Ehe nach katholischem Ritus beginnen. Da gibt es Schwierigkeiten.

Das ist denkbar. Auch wenn zwei evangelische Christen bewusst nur eine standesamtliche Ehe schließen, schließen sie damit eine (laut dem katholischen Kirchenrecht) auch kirchenrechtlich gültige Ehe, da sie nicht an die kirchliche Form gebunden sind (wie das für Katholiken der Fall ist). Ist sie vollzogen, dann ist sie auch unauflöslich, weil sie zugleich (beide sind getauft!) sakramental ist. Das ist der Stand der Auslegung.
Die Frage ist, wie jemand ein Sakrament (automatisch) empfangen kann, der dies gar nicht gewollt hat. In einem Ehenichtigkeitsprozess muss diese Frage vor einer kirchlichen Trauung geklärt werden.

Gibt es eine „ökumenische Hochzeit“?
Eine wirklich „gemeinsame“ oder „ökumenische“ Trauung gibt es weltweit nur im Bereich der Evangelischen Landeskirche Baden und der Erzdiözese Freiburg. Die ökumenische Trauung ist also auch bei uns in Heidelberg möglich. Die Trauung wird dann nach dem „Formular C“ gestaltet, das die Pfarrer beider Konfessionen und die Bestimmungen beider Kirchen berücksichtigt. Eine Trauung nach diesem Ritus ist in beiden Kirchen ohne Weiteres anerkannt. PDF-Druckvorlage des Formular C
In anderen Landeskirchen bzw. Diözesen kann nur eine Trauung nach dem evangelischen Ritus mit Beteiligung des katholischen Pfarrers, oder umgekehrt die Trauung nach dem katholischen Ritus unter Beteiligung des evangelischen Pfarrers stattfinden.
Ein Pfarrer sagt, dass er zur Eheschließung eigentlich gar nicht nötig wäre, weil sich die Eheleute das Sakrament selber spenden.
Das stimmt nicht ganz, denn: Nach katholischer Lehre spenden sich die Brautleute gegenseitig das Sakrament. Sie selbst sind also Spender und Empfänger zugleich. Nach dem Kirchenrecht ist dazu aber die Assistenz eines Priesters oder Diakons nötig, und zwei Zeugen müssen die Trauung bestätigen.
Mir hat jemand gesagt, man könne das Sakrament der Ehe öfters empfangen und zwar nicht nur, wenn ein Partner stirbt, sondern bei jedem Zusammensein, sogar beim Geschlechtsverkehr in der Ehe. Hat es eine solche Lehre mal in der Kirche gegeben?
Das Sakrament der Ehe ist grundgelegt durch das Ja-Wort, das die Brautleute einander vor der Gemeinschaft der Kirche geben und durch den Vollzug dieses Ja-Wortes in allen Vollzügen des Lebens, und so auch in der geschlechtlichen Vereinigung. Das daraus folgende Eheleben hat als Ganzes sakramentalen Charakter: es lebt aus der Liebe Gottes und macht diese Liebe sichtbar bzw. soll diese Liebe sichtbar machen.
Die ganze Ehe und vor allen Dingen auch die Geschlechtsgemeinschaft ist als Vollzug dieser grundlegenden Wirklichkeit zu sehen. Das II. Vatikanische Konzil erläutert das in der Pastoralkonstitution „Die Kirche in der Welt von heute“: „Diese Liebe wird durch den eigentlichen Vollzug der Ehe in besonderer Weise ausgedrückt und verwirklicht. Jene Akte also, durch die die Eheleute innigst und lauter eins werden, sind von sittlicher Würde; sie bringen, wenn sie human vollzogen werden, jenes gegenseitige Übereignet-Sein zum Ausdruck und vertiefen es, durch das sich die Gatten gegenseitig in Freude und Dankbarkeit reich machen.“ (LG 49)
Das Sakramwent der Ehe lebt also davon, dass die Partner, also die Spender des Sakramentes, sich immer neu auf die Liebe Gottes einlassen und sie einander weiterschenken. So will die eheliche Liebe gelebt werden: den anderen als Person zu meinen und nicht zu einem Mittel der eigenen Befriedigung zu machen. So kann die ganze Lebens- und Liebesgemeinschaft als Spenden und Empfangen des Sakramentes gesehen werden. Eine Ehe, die aus dieser Glaubenswirklichkeit lebt, wird nie alt, sondern verwirklicht sich tatsächlich immer wieder neu, das Sakrament wird immer neu gespendet.
 

Je nach Art des Gottesdienstes können eine oder mehrere Lesungen ausgesucht werden. In einer Eucharistiefeier wird in der Regel eine Lesung (aus dem Ersten oder dem Zweiten Testament) und ein Evangelium gewählt. Die folgende Auswahl gibt Ihnen Vorschläge von Tetxen, die allgemein zum Thema "Ehe" oder zum Thema "Liebe" passen. Vielelicht finden SIe aber auch andere passende Texte, die zu Ihrem Lebensthema passen!
Mit einem Klick auf die Textangabe wird ihnen der Abschnitt in "BibleServer.com" gezeigt
(zum Teil dann auch mit ausgelassenen Versen)
 Lesungen aus dem Ersten Testament
Genesis 1, 1.26-28.31a: Erschaffung der Menschen als Mann und Frau
Genesis 2, 18-24: Erschaffung der Frau; Mann und Frau gehören untrennbar zusammen
Genesis 24, 48-51.58-67: Brautwerbung Isaaks um Rebekka
Rut 1, 14b-17: Rut trennt sich nicht von ihrer Schwiegermutter
Tobit 7, 6-14: Die Heirat Tobits
Tobit 8, 4b-8: Gebet Tobits in der Hochzeitsnacht
Sprichwörter 3, 3-6: Lob von Liebe, Treue und Glauben 
Hohelied 2, 8-10.14.16a; 8, 6-7: Ein Liebesgedicht 
Jeremia 31, 31-34a: Gottes neuer Bund mit Israel 
Hosea 2, 21-22: Gott bindet sich an sein Volk wie im Ehebund
Lesungen aus dem Zweiten Testament
Römerbrief 8, 31b-35.37-39: Nichts kann uns scheiden von Gottes Liebe, die in Christus ist 
Römerbrief 12, 10-17: Unterscheidet euch von anderen - lebt in Liebe 
Römerbrief 13, 8-10: Nur die Liebe schuldet ihr einander 
Römerbrief 15,1b-3a.5-7.13: Wir leben nicht nur für uns selbst 
1. Korintherbrief 12, 31 - 13, 8a: Das Hohelied der Liebe 
Epheserbrief 4, 1-6: Der eine Geist vereint alle in Liebe 
Philipperbrief 4, 4-9: Freut euch, denn Gott wird mit euch sein 
Kolosserbrief 3, 12-17: Über das Zusammenleben in Liebe 
Hebräerbrief 13, 1-4a.5-6b: Die Liebe als Maßstab für das Leben 
1. Petrusbrief 3, 1-9: Der Umgang von Eheleuten miteinander 
1. Johannesbrief 3, 18-24: Lieben in Tat und in Wahrheit 
1. Johannesbrief 4, 7-12: Gott ist die Liebe, und jede Liebe ist aus Gott
Evangelientexte
Matthäus 5, 1-12a: Die Seligpreisungen der Bergpredigt 
Matthäus 5, 13-16: Ihr seid das Salz der Erde und das Licht der Welt 
Matthäus 6, 19-33: Sorgt euch nicht um euer Leben - Gott sorgt für euch (vgl. Markus 12, 22-31) 
Matthäus 7, 21-29: Das Haus, das nicht auf Sand, sondern auf Felsen gebaut ist 
Matthäus 19, 3-6: Gott will die Einheit, nicht die Trennung der Ehe (vgl. Markus 10, 6-9) 
Matthäus 20, 25-28: Wer bei euch groß sein will, der sei Diener Aller 
Matthäus 22, 35-40: Das Doppelgebot: Gott und den Menschen lieben 
Johannes 2, 1-11: Jesus bei der Hochzeit zu Kana 
Johannes 14, 12-17.21: Einheit  von Glauben und Liebe 
Johannes 15, 9-12: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe 
Johannes 15, 12-17: Ich habe euch erwählt, dass ihr Frucht bringt: Liebt einander 
Johannes 17, 20-26: Gebet Jesu: Alle sollen eins sein
 

Der Eröffnungsteil der Feier endet mit einem Gebet. Der Priester oder Diakon lädt die Gemeinde ein: "Lasst und beten." In der Stille wenden sich alle Gott zu und beten in Stille. Abschließend fasst das Tagesgebet, das wieder der Diakon oder Priester spricht, die stilen Gebete zusammen (der lateinische Begriff ist "collecta", Sammlungsgebet). Hier einige Beispiele:

Gott, unser Schöpfer und Vater, du hast die Ehe geheiligt
und durch sie den Bund zwischen Christus und seiner Kirche dargestellt.
Erhöre unser Gebet für dieses Brautpaar.
Gib, dass sie die Gnade des Ehesakramentes, die sie im Glauben empfangen,
in ihrem gemeinsamen Leben entfalten.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, dein Sohn, unseren Herrn,
der mit dir und dem Heiligen Geist elebt und liebt in Ewigkeit.

oder

Allmächtiger Vater; du stehst denen bei, die mit aufrichtigem Herzen vor dich treten.
Hilf diesen beiden, einander die Treue zu bewahren,
in deinen Frieden und in deinen Willen zu bleiben,
und allezeit einander zu lieben.
So bitten wir in der Gemeinschaft des Heiligen Geistes
durch Jesus Christus, unseren Herrn und Bruder.

oder

Allmächtiger Gott, schon bei der Erschaffung der Menschen
hast du die Lebensgemeinschaft von Mann und Frau gewollt.
Blicke auf dieses Brautpaar, das heute den Bund der Ehe schließen will.
Lass die beiden ihr Leben lang einander zugetan sein,
damit sie in der Liebe Frucht bringen und so Zeugen deiner Liebe und Güte werden.
Darum bitten wir durch Jesus Christus unseren Herrn und Bruder.

Fürbitten
In Fürbitten werden die Bitten und Anliegen der Gemeinde ins Wort gefasst und Gott, dem Vater, vorgetragen. Gerade bei einer Trauung bietet es sich an, verschiedene Personen zu beteiligen: Familienangehörige, Trauzeugen, Freunde des Paares. Besonders persönlich werden die Fürbitten, wenn sie von denen selbst formuliert werden, die sie vortragen. Nach jeder Bitte (die nicht zu umfangreich sein sollte) stimmen dann alle in einen Fürbittruf ein, z.B. "Wir bitten dich, eröre uns" oder ein gesungenes "Kyrie".
Als Anregung hier einige Beispiele, wie man die Fürbitten in der Feier der Trauugn formulieren kann (wo hier "das Brautpaar" oder "diese Brautleute" steht, klingt es schöner, wenn die Namen der beiden eingesetzt werden):
  • Wir bitten für diese Brautleute, die sich im Sakrament der Ehe einander anvertrauen, dass sie in der Treue feststehen und in Liebe füreinander da sind.
  • Für dieses Brautpaar, dass du, Gott, ihre Liebe heiligst und die beiden in unverbrüchlicher Treue erhältst; dass du ihnen Kraft schenkst, einander mit Geduld beizustehen und ihre Ehe im Glauben an deine Verheißung zu führen.
  • Wir bitten für alle Ehepaare, dass sie die Liebe des anderen nie als selbstverständlich hinnehmen, sondern immer neu als dein göttliches Geschenk verstehen.
  • Für alle Eheleute, dass du sie in guten und bösen Tagen geleitest und in ihrer Arbeit segnest; dass du sie vor Kleingläubigkeit und Engherzigkeit bewahrst.
  • Wir bitten für die verschiedenen Generationen – für Kinder, Eltern und Großeltern –, dass sie offen sind füreinander, die Eigenheiten jedes Lebensalters achten und einander beistehen.
  • Für uns, die wir hier versammelt sind: Lehre uns, Gott, die Freiheit und das Gewissen anderer zu achten, und gib den Eheleuten die Kraft, gemeinsam ihre Kinder im christlichen Glauben zu erziehen.
  • Wir bitten für unsere Gemeinde und die Kirche überall, dass sie Geborgenheit und Hilfe bietet für die Brautleute, die Familien, die Alleinerziehenden und die Alleinstehenden.
  • Für die Kirche, dass du die Einheit in ihr wachse lässt; dass du allen Christen beistehst, ein Leben treu dem Evangelium zu führen und so der Einheit den Weg zu bereiten.
  • Für alle, die diesen Festtag nicht mit uns feiern können und für die verstorbenen Angehörigen des Brautpaars, dass sie beim himmlischen Hochzeitsmahl deine Liebe erfahren dürfen.
Kyrie-Ruf
Mit dem Kyrie (Kyrie eleison = griechisch für "Herr, erbarme dich") wird zu Beginn des Gottesdiuenstes Jesus Christus gegrüßt. Als "Kyrios", als Herr der Kirche ist er lebendig in unserer Mitte, und ihm und seiner Liebe vertrauen wir usn an. Man kann das Kyrie in Form einer Litanei singen oder sprechen; dazu zwei Beispiele: 
Herr Jesus! Du Wort des Lebens!
Kyrie, eleison         Alle: Kyrie, eleison
Herr Jesus, du Licht der Menschen!
Christe, eleison         Alle: Christe, eleison
Herr Jesus, du bist unser Weg zum Vater!
Kyrie, eleison         Alle: Kyrie, eleison         
oder:
Jesus Christus du bist der Herr, dem wir gehören.
Herr, erbarme dich!         Alle: Herr, erbarme dich!
Du bist das Leben, das sich für uns verschenkt.
Christus, erbarme dich!         Alle: Christus, erbarme dich!
Du bist die Liebe, die stärker ist als der Tod.
Herr, erbarme dich!         Alle: Herr, erbarme dich!
Schlussgebete
Nach der Trauung (und ggf. nach der Kommunion) wird vor dem Segen nochmals zum Gebet eingeladen. Das Messbuch bietet eine große Auswahl an Gebeten; zwei Beispiele:
Gott, du stehst in Treue zu deinem Wort.
Begleite diese Brautleute auf ihrem Lebensweg.
Du hast sie im Bund der Ehe vereint;
stärke und entfalte ihre Liebe, damit sie einander in Treue verbunden bleiben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.
oder
Gott, unser Vater, sieh gnädig auf dieses Paar,
das nun im Sakrament der Ehe verbunden ist.
Gib, dass sie dir und einander treu bleiben
und den Menschen deine Güte verkünden.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.
 

Es ist ein guter Brauch, sich für die Trauung und für den gemeinsamen Weg als Eheleute ein Motto zu wählen, einen Trauspruch. Dieses Wort kann schon die Einladungskarte oder ein Liedblatt schmücken, es kann auch die Grundlage der Predigt im Traugottesdienst sein. Es kann ebenso dann im Festsaal auf den Tischen liegen oder später einmal als Wandbild in der Wohnung einen Platz finden.
Der Trauspruch kann ein biblisches Wort sein, das den eigenen Glauben in Worte fasst oder das Paar an den göttlichen Auftrag erinnert. Es kommen auch Sprichwörter oder Gedanken aus anderen Quellen in Frage . Eine kleine Auswahl bieten wir Ihnen hier an.

 

Du bist zeitlebens für das verantwortlich,
was du dir  vertraut gemacht hast.
Antoine de Saint-Exupéry


Du bist doch in unserer Mitte, Herr, und dein Name
ist über uns ausgerufen. Verlass uns nicht!
Aus dem Buch Jeremia 14,9


Vor allem haltet fest an der Liebe zueinander.
Aus dem 1. Petrusbrief 4,8 


Einen Menschen lieben, heißt einwilligen, mit ihm alt zu werden.
Albert Camus


Die Liebe ist der einzige Schlüssel, der wirklich aufzuschließen vermag.
Otto Betz


Wer die Liebe hochhält, handelt, hat aber keine Absichten.
Laotse


Liebe hat kein Alter, sie wird ständig geboren.
Blaise Pascal


Die Erfahrung lehrt uns, dass die Liebe nicht darin besteht,
dass man einander ansieht, sondern dass man in die gleiche Richtung blickt.
Antoine de Saint-Exupéry


Wer einen Menschen liebt, setzt für immer seine Hoffnung auf ihn.
Gabriel Marcel


Die Liebe erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand.
Die Liebe hört niemals auf.
Aus dem 1. Korintherbrief 13,7


Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind,
da bin ich mitten unter ihnen.
Aus dem Matthäus-Evangelium 18,20 


Wenn Mann und Frau auch auf dem gleichen Kissen schlafen,
so haben sie doch unterschiedliche Träume.
Aus der Mongolei

 

Hochzeitsplaner: einfach kirchlich heiraten

Mit dem Hochzeitsnavigator können Sie Ihre Trauung direkt online planen. Sie wählen Ort und Wunschtermin aus und finden weitere nützliche Informationen.