Warum wird eine neue Orgel gebaut?
Aufgrund der schlechten Qualität der alten Orgel lohnt sich eine Sanierung nicht.
Die Christkönigskirche wurde in den Jahren 1959 bis 1961 gebaut. Erst einige Jahre später war es finanziell möglich, eine Orgel in Auftrag zu geben. Diese wurde 1966 geweiht. Mittel für ein gutes, solides Instrument standen damals nicht zur Verfügung, und über die Jahre hinweg ver- schlechterte sich die Substanz.
Der Zustand der Orgel war in den letzten Jahren bedenklich. Statik, Me- chanik und Elektrik wiesen gravierende Mängel auf, auch konnte der Klang nicht grundlegend verbessert werden. Deswegen rieten Orgel- sachverständige und Orgelbaufirmen von einer Sanierung ab. Diese wäre weder nachhaltig gewesen, noch hätte sie alle Schwächen der Orgel beheben können.
So hat der Stiftungsrat der Stadtkirche Heidelberg entschieden, nicht mehr in die bisherige Orgel zu investieren. Nach langer Suche wurde eine gebrauchte Orgel gefunden und für den Einbau in die Christkönigskirche gekauft.
Warum wird eine gebrauchte Orgel verwendet?
Durch die Verwendung einer gebrauchten Orgel kostet die neue Orgel nur die Hälfte.
Meist werden Orgeln für den Kirchenraum konzipiert und geschaffen, in dem sie aufgestellt werden. Die dabei entstehenden Kosten können durch die Verwendung einer gebrauchten Orgel um die Hälfte reduziert werden.
Trotzdem wird die neue Orgel die Qualität eines Orgelneubaus haben. Nach umfassender Reinigung, Erneuerung von Verschleißteilen und technischer Anpassung wird sie dem heutigen Stand der Technik ent- sprechen.
Wie groß wird unsere neue Orgel?
3 Manuale und Pedal, 41 Register
Grundlage für das neue Instrument ist die Orgel aus der St. Ignatius Kirche in Essen, die von der Orgelbaufirma Breil im Jahr 1985 gebaut wurde und zwei Manuale und Pedal mit 24 Registern aufweist.
Die Breil-Orgel wird auf drei Manuale und 41 Register erweitert und damit wesentlich größer sein als die bisherige Orgel. Noch verwendbare Pfeifen der alten Orgel der Christkönigskirche werden mit eingebaut. Sowohl
für die Begleitung des Gemeindegesangs als auch für Konzerte werden zahlreiche Klangmischungen zur Verfügung stehen. Während sich die 24 Register der Breil-Orgel vorwiegend für barocke Orgelmusik eignen, kön- nen auf der erweiterten neuen Orgel Werke vieler Musikepochen gespielt werden.
In unserer Kirche werden das farblich überarbeitete Gehäuse mit den silbernen Pfeifen des Hauptwerkes und des Pedals gut aus dem Kirchen- schiff zu sehen sein. Hinter dem Gehäuse finden das Schwellwerk, ein neues Auxiliare-Werk sowie die tiefen, großen Pedalpfeifen und die Wind- anlage ihren Platz.
So erhalten wir eine Orgel, die den Größenverhältnissen der Christkönigs- kirche entspricht und den großen Raum angemessen mit Klang füllen kann.
Wer baut die neue Orgel und wie ist der Zeitplan?
Orgelbaufirma Karl Göckel GmbH
Orgelweihe am 21./22. November 2020
Die neue Orgel wird von der Orgelbaufirma Karl Göckel Orgelbau GmbH aus Heidelberg erbaut, von der bereits die Orgel in der Eppelheimer Josephskirche stammt. Sie ist bekannt für den symphonischen Orgelbau und die besondere Fertigkeit, Orgelpfeifen ihren charakteristischen Klang zu geben.
Für den Aufbau unserer Orgel nimmt sich die Firma Göckel ausreichend Zeit. Zunächst wird die gesamte Orgel in der Werkstatt aufgebaut und um neue Bestandteile ergänzt. Der sich anschließende Aufbau in der Christkönigskirche wird rund drei Monate in Anspruch nehmen. Weitere drei Monate sind für die klanglichen Arbeiten an jeder Pfeife - die so genannte Intonation - vorgesehen.
Die Orgelweihe ist für den 21./22. November 2020 geplant. Gleichzeitig feiern wir das Christkönigsfest und den Cäcilientag, sodass die Orgel am Patrozinium unserer Pfarrkirche und dem Fest der Patronin der Kirchen- musik in Dienst gestellt wird.
Sie wollen mehr über die neue Orgel wissen?
Die Orgel hat ca. 2.500 Pfeifen, verteilt auf 41 Register (incl. vier Extensionen) und zwölf Transmissionen.
Die größte Pfeife ist das große C des Violonbass 16 Fuß: Ihr Pfeifenkörper misst 4,80 Meter (16 Fuß) und reicht fast bis an die Kirchendecke. Die kleinsten Pfeifen in den Mixturen (Klangkronen) sind nur wenige Zentimeter groß.
Die Verbindung von den Tasten zu den Pfeifenventilen (Tontraktur) erfolgt im ersten und zweiten Manual sowie im Pedal mechanisch. Die Register des dritten Manuals und die drei tiefsten Pedalregister werden elektrisch angesteuert, sodass ein Teil dieser Register sowohl auf allen Manualen als auch im Pedal gespielt werden kann. Dadurch ergeben sich zwölf Transmissionen. Vier Register werden um eine weitere Oktave nach oben hin erweitert (sog. Extensionen).
Das Ein- und Ausschalten der Register erfolgt elektrisch. Eine moderne Setzer-Anlage erleichtert das Registrieren.
Die Pfeifen des zweiten Manuals (Schwellwerk) und des dritten Manuals (Auxiliare) stehen jeweils in einem Schwellkasten, sodass ihre Lautstärke stufenlos variiert werden kann.
Was kostet die Orgel und wie wird sie finanziert?
Gesamtkosten 430.000 € - Spendenziel 70.000 €
Die Gesamtkosten der neuen Orgel betragen 430.000 €.
Die Pfälzer Katholische Kirchenschaffnei übernimmt 50 %, die Erzdiözese Freiburg 25 % der Kosten.
Wir als Kirchengemeinde müssen die fehlenden 25 % (107.500 €) selbst tragen. Die Stadt Eppelheim unterstützt den Orgelneubau mit 10.000 €. Weitere 27.500 € wurden bereits durch frühere Aktionen gespendet, der Restbetrag von 70.000 € muss noch finanziert werden.
Um das Spendenziel von 70.000 € zu erreichen, bitten wir Sie um Ihre Mithilfe. Sorgen Sie mit für den guten Ton und werden Sie Patin oder Pate einer Orgelpfeife Ihrer Wahl!
Wie werde ich Patin oder Pate einer Orgelpfeife?
Wählen Sie aus: 2.500 Pfeifen warten auf Sie!
Die Patenschaft für eine Pfeife ist leicht zu erwerben: Wählen Sie eine Pfeife im Orgelpfeifenplan aus und spenden den angegebenen Betrag unter Verwendung der Spendenerklärung. Weitere Verpflichtungen sind mit einer Pfeifenpatenschaft nicht verbunden.
Die Spendenhöhe beträgt je nach Pfeifengröße, Material und Bauart 25 €, 50 €, 100 €, 200 € oder 500 €. Eine große Pfeife hat einen größeren Wert als eine kleine. Auch aufwändig herzustellende oder von außen sichtbare Pfeifen sind wertvoller. Die genauen Beträge können Sie dem Orgelpfeifenplan entnehmen.
Pfeifen, für die bereits eine Pfeifenpatenschaft übernommen wurde, werden auf dem Orgelpfeifenplan in der Christkönigskirche und auf der Homepage der Stadtkirche Heidelberg gekennzeichnet.
Durch eine Pfeifenpatenschaft wird unsere Orgel für Sie zu einem persönlichen Bezugspunkt in der Christkönigskirche. Vielleicht können Sie sogar Ihre Pfeife heraushören.
Eine Patenschaft können Sie auch verschenken - etwa zu Taufe oder Geburtstag - oder zum Andenken an liebe Verstorbene stiften.
Auf Wunsch wird Ihr Name mit der dazugehörigen Pfeife auf einer Spendentafel in der Christkönigskirche verewigt. Auch Beschenkte können hier genannt werden. Sie erhalten eine Patenschaftsurkunde und eine Spendenbescheinigung.
Entscheiden Sie sich zum Beispiel für ...
- eine von außen sichtbare Pfeife (tiefe Pfeifen der Register Principal 8´ und Octavbass 8´)
- Pfeifen aus Metall oder aus Holz
- 4 Metallpfeifen: zum Beispiel Hohlflöte 8´, Octave 4´ und 2´, Sesquialter, Mixtur
- 4 Holzpfeifen: Subbass 16´, Bourdon 16´, Tibia 8´
- Pfeifen von Registern, die einem Instrument entsprechen:
- 4 Trompete, Posaune, Horn (Gemshorn), Clarinette, Fagott, Oboe (Hautbois)
- 4 Flöte (Tibia, Hohlflöte, Koppelflöte), Querflöte (Flute traversière)
- 4 Kontrabass (Violonbass), Gambe (Viole de gambe), Geige (Geigenprincipal)
- Töne, die Initialen entsprechen: A, B, C, D, E, F, G, H, Es = (S,im Pfeifenplan„Ds“)
- Pfeifen von lauten oder leisen Registern
- 4 laute Register: Principale, Oktaven, Trompete, Posaune
- 4 leise Register: Salicional, Aeoline
- Pfeifen aus „geselligen“ Registern (mehrere Pfeifen pro Ton)
- 4 Mixtur, Cornet, Sesquialter, Basszink, Piffaro
- Pfeifen aus der alten Orgel
- 4 Cornet, Nasard, Basszink
- Pfeifen mit besonderer Charakteristik (Himmelsklang)
- 4 Voix humaine (menschliche Stimme); Voix céleste (Himmelsklang)

Quelle: Stadtkirche Heidelberg Gemeinde St. Joseph
Selbstverständlich können Sie auch unabhängig von einer Pfeifenpatenschaft spenden. Bitte nutzen Sie hierfür ebenfalls die Spendenerklärung zum Download.

