Bauausschuss

 

Umgestaltung des Kirchenraums und Errichtung neuer Gemeinderäume in der Kirche St. Johannes

Die Gemeinde St. Johannes ist nun schon eine geraume Zeit unterwegs, eine Umgestaltung der St.-Johannes-Kirche und einen Neubau der Gemeinderäume an der Herrenwiesenstraße zu planen.
Aktuell (im April 2025) liegen die Pläne beim Erzbischöflichen Ordinariat in Freiburg zur endgültigen Genehmigung. Kommt von dort grünes Licht, so kann die eigentliche Umbauphase beginnen.
Vorausgegangen sind eine intensive Vorplanungs- und Beratungsphase mit der Gemeinde und mehrere Beratungen im Stiftungsrat der Stadtkirche Heidelberg, die dann in die Variante 6 mündete.
Die Variante 6 sieht Folgendes vor:
  • Ein einstöckiger Einbau in die Kirche an der Stelle des heutigen Altarraumes mit einem Gemeindesaal mit Küche, Foyer und drei Gruppenräumen.
  • Das Raumangebot der Kirche wird deutlich reduziert, der Einbau lässt aber den Charakter des Kirchenraumes (z.B. das Lichtband) intakt.
  • Die Gemeinderäume werden vom liturgischen Raum klar getrennt sein (optisch, akustisch, separater Zugang …).
  • Es wird barrierefrei (z.B. rollstuhlgerecht) und nach neuesten ökologischen Standards geplant.
  • Die Gemeindewiese bleibt unbebaut und kann vom Saal über Türen erreicht werden. Durch einen Unterstand mit Strom- und Wasseranschluss wird sie für Veranstaltungen erschlossen.
  • Ein Umbau von Orgel und Orgelempore wird nicht nötig.
Innenraumperspektive des geplanten Einbaus mit Saal und Gruppenräumen. Das umlaufende Lichtband von Emil Wachter wird noch vollständig zu sehen sein. Die genaue Ausgestaltung (z.B. Wahl der Materialien) wird noch in der Feinplanung zu entscheiden sein.
 
Aufsicht auf die geplanten Einbauten mit Saal (Mitte/rechts, ca. 100 qm), Foyer (rechts) und Gruppenräumen. Auf dem Bild sind nur zwei Gruppenräume zu sehen, wir planen nach letzten Abstimmungen aber drei Gruppenräume (mit 35 - 42 qm). Küche, WCs und Sakristei werden im bestehenden Anbau untergebracht.
 

Handlungsbedarf und Handlungsrahmen

Die Kirchenräume in Rohrbach sind derzeit auf drei Standorte verteilt:
  • die Kirche St. Johannes an der Herrenwiesenstraße
  • die Gemeinderäume an der Rathausstraße
  • das Pfarrnebenzentrum St. Benedikt an der Konstanzer Straße
Um die heutigen Gemeinderäume an der Rathausstraße weiter betreiben zu können, müssten diese grundlegend renoviert werden. Schon vor geraumer Zeit wurde von der Gemeinde beschlossen, die heutigen Gemeinderäume an der Rathausstraße aufzugeben und stattdessen die Gemeinderäume an der Herrenwiesenstraße in räumlicher Nähe zur Kirche zu konzentrieren. Ebenso sollen die Gemeinderäume und der Gottesdienstraum St. Benedikt an der Konstanzer Straße aufgegeben werden. An der Konstanzer Straße soll der Kindergarten St. Benedikt erhalten bleiben.
 
Neu errichtet werden sollen an der Herrenwiesenstraße in räumlicher Nähe zur Kirche St. Johannes:
ein Gemeindesaal mit Küche
Gruppenräume für die Gemeindearbeit
Die ursprüngliche Planung sah auch eine Werktagskapelle und Büroräume für kirchliche MitarbeiterInnen vor. Diese sind aber in der aktuellen Planung nicht mehr vorgesehen.
Die Planung berücksichtigt dabei die Funktion der Kirche und Gemeinde St. Johannes im Süden der Stadtkirche Heidelberg.

Mögliche Lösungen

Zwei mögliche Lösungen wurden erwogen:
  • Der Bau eines Gemeindehauses auf der Wiese hinter der Kirche an der Herrenwiesenstraße (Zugang Achim-von-Arnim-Straße) und separate Umgestaltung der Kirche
  • Umgestaltung der Kirche durch den Einbau von Gemeinderäumen in die Kirche
 
 

Wegetappen

Erfahrungen aus anderen Gemeinden zeigen, dass vergleichbare Umgestaltungsmaßnahmen mehrere Jahre – vom Beginn der konkreten Planung bis zur erfolgreichen Umsetzung – in Anspruch nehmen.
 
Bereits 2015 beauftragt der damalige Pfarrgemeinderat von St. Johannes eine Machbarkeitsstudie zur Raumsituation der Pfarrgemeinde St. Johannes. Es wird beschlossen, einen Neubau eines Gemeindehauses im Anschluss an die Kirche anzustreben und eine Werktagskapelle in den Kirchenraum St. Johannes unter Beibehaltung des Sakralraumes einzubauen.
 
Ende 2018 beschließt der Stiftungsrat der Stadtkirche Heidelberg, zu der die Gemeinde St. Johannes inzwischen gehört, das Gelände und die Gebäude an der Rathausstraße (Pfarrhaus, Gemeindehaus, Kindergarten und zwei Mehrfamilienhäuser) der Pfälzer Katholischen Kirchenschaffnei zu übertragen. Es wird ein Pächter für das Gelände gesucht. Die Gemeinderäume stehen der Gemeinde aber bis auf weiteres zur Verfügung.
 
2019 erfolgt dann eine Vor-Ort-Begehung des Geländes an der Herrenwiesenstraße mit dem Leiter der Stadtkirche, Pfarrer Johannes Brandt, Vertretern des erzbischöflichen Bauamtes und Vertretern der Gemeinde von St. Johannes. Im Anschluss wird dann das erzbischöfliche Bauamt mit Planungen für eine Neugestaltung des Kirchenraumes St. Johannes und Neubau von Gemeinderäumen betraut. Dabei soll auch geprüft werden, inwieweit sich Gemeinderäume in den Kirchenbau einbauen lassen.
Ebenfalls im Jahr 2019 setzt der Stiftungsrat den „Bauausschuss St. Johannes“ ein. Mitglieder des Ausschusses sind Werner Bomm, Martin Duncker, Thomas Schneider und Manfred Sommer.
Der Bauausschuss hat den Auftrag, die Umgestaltung des Kirchenraumes und die Gestaltung neuer Gemeinderäume zu begleiten. Dazu trifft sich der Bauausschuss zum einen regelmäßig mit dem zuständigen erzbischöflichen Bauamt und mit Pfarrer Brandt. Auf der anderen Seite hält er Kontakt zur Gemeinde um diese in den Planungs-, Beratungs- und Entscheidungsprozess einzubinden.
 
Am 18.1.2020 findet eine Exkursion zu Kirchen im Umkreis von Heidelberg statt, bei dem Gemeindemitglieder jüngste Umbauprojekte von Kirchen und Gemeindezentren vor Ort begehen und sich über unterschiedliche Konzepte informieren können.
Am 25.7.2020 und am 27.7.2020 finden dann Treffen statt, in denen die Mitglieder des Bauausschusses und VertreterInnen des erzbischöflichen Bauamtes mit Verantwortlichen der unterschiedlichen Gruppen in der Gemeinde mögliche Bauvorschläge diskutieren und Rückmeldungen einholen.
Am 18.10.2020 folgt eine Gemeindeversammlung, auf der die im Beratungsprozess favorisierten Bauvorschläge präsentiert und diskutiert wird, und die Beratungsphase eingeleitet wird.
Entwurfspläne der zur Entscheidung verbliebenen Varianten sind seitdem im hinteren Teil der Kirche ausgestellt. Im Anschluss an die Sonntagsgottesdienste stehen die Mitglieder des Bauausschusses für Erläuterungen und Gespräche zur Verfügung. Kommentare und Meinungen können vor Ort in einer Briefbox hinterlegt oder per E-Mail eingesandt werden.
 
Am 3. Februar 2021 findet eine Online-Konferenz statt, in der gemeinsam die Rückmeldungen aus der Gemeinde ausgewertet werden, die in der Beratungsphase per Mail und in persönlichen Gesprächen mit den Mitgliedern des Bauausschusses eingegangen sind. Zudem werden die Vor- und Nachteile der beiden zum damaligen Zeitpunkt favorisierten Varianten noch einmal ausführlich diskutiert.
Die Rückmeldungen aus der Gemeinde favorisieren klar einen Entwurf, der einen Einbau von Gemeinderäumen in die Kirche vorsieht (Variante 4) und keinen Neubau auf der Gemeindewiese. Die anwesenden Pfarrgemeinderäte von St. Johannes, die Mitglieder des Gemeindeteams, Pfarrer Brandt und die Mitglieder des Bauausschusses fassen daraufhin den Beschluss, mit der sogenannten Variante 4 in die weitere Planung zu gehen.
Um aber noch offene Bedenken und konkrete Anregungen zu alternativen baulichen Gestaltungen aus der Gemeinde nachzugehen, bittet der Bauausschuss das Erzbischöfliche Bauamt, die seinerzeit favorisierte Variante 4 unter diesen Aspekten noch einmal zu prüfen. Aus den weiteren Überlegungen und Beratungen resultiert eine Variante 5. Mit dieser alternativen Variante wird eine weitere Beratungsphase unter Einbeziehung der Gemeinde eröffnet. Die durchweg positiven Rückmeldungen aus der Gemeinde führen dann am 6.7.2021 in einer Sitzung von Bauausschuss, Gemeindeteam, den Vertretern im PGR aus St. Johannes und Pfarrer Brandt zu dem Beschluss, diese Variante 5 weiter zu verfolgen.
Am 13.7.2021 gibt der Stiftungsrat der Stadtkirche grünes Licht, die Variante 5 beim Erzbischöflichen Ordinariat zur weiteren Genehmigung der Entwurfsplanung einzureichen.
 
Im Oktober 2022 gibt das Erzbischöfliche Ordinariat grünes Licht, sodass die Umbaupläne nun in die Entwurfsplanung gehen können.
 
Die Entwurfsplanung beginnt. Dazu treffen sich der Bauausschuss mit den ArchitektInnen des Erzbischöflichen Bauamts um die aktualisierten Pläne der Feinplanung nochmal zu beraten.
Am 10.3.2023 informierte der Bauausschuss in einer öffentlichen Sitzung des Gemeindeteams über den Stand und die aktualisierten Pläne.
Das Erzbischöfliche Bauamt leitet nun die Detail- und Fachplanung ein, z.B. für Statik, Energiekonzept, Brandschutz, usw. Das Ergebnis dieser  Planung ist auch eine detailliertere Kostenkalkulation.
Am 20.12.2023 berät der Stiftungsrat erneut über den Entwurf und gibt grünes Licht für einen Antrag beim Erzbischöflichen Ordinariat.
 
Am 8.4.2024 findet ein Ortstermin mit Mitgliedern des Erzbischöflichen Ordinariat statt, an denen Pfarrer Brandt und Mitglieder des  Erzbischöflichen Bauamts, der Projektleitung und des Bauausschusses teilnehmen. Aufgrund der Rückmeldungen aus dem Erzbischöflichen Ordinariat wird das Bauprogramm reduziert und der Entwurf nochmals überarbeitet. Am 16.09.2024 wird dieser im Stiftungsrat der Stadtkirche nochmals beraten und positiv beschieden. Am 28.11.2024 wird der überarbeitete Entwurf erneut ans  Erzbischöflichen Ordinariat übermittelt.
 
Am 6.4.2025 informieren die Mitglieder des Bauausschusses in einer Gemeindeversammlung über den Stand der Planung.
 

Nächste Schritte

Aktuell (im April 2025) liegen die Pläne beim Erzbischöflichen Ordinariat zur endgültigen Genehmigung. Kommt von dort grünes Licht, so kann die eigentliche Umbauphase beginnen.
Parallel dazu wird ein Architekturbüro gesucht, das den Umbau zusammen mit der Projektleitung, dem Ingenieurbüro Harrer aus Karlsruhe, planen und koordinieren wird. Dieses wird zunächst die Genehmigungsplanung durchführen, sodass der Bauantrag bei der Stadt Heidelberg eingereicht werden kann. Ist dieser genehmigt, kann die Ausführungsplanung und schließlich der Umbau beginnen.
Als Ausweichquartier während der Umbauphase sind die Räumlichkeiten in St. Benedikt in der Konstanzer Straße vorgesehen.
 

Zeitplan

 

Kontakt

Der Bauausschuss St. Johannes ist über folgende E-Mail-Adresse zu erreichen: bauausschuss@madu.de
Unter dieser Adresse nehmen wir Anregungen und Rückmeldungen gerne entgegen.
Dr. Werner Bomm, Dr. Martin Duncker, Dr. Thomas Schneider, Manfred Sommer