Gemeindeleben in Philipp Neri

 
Das Leben unserer Gemeinde spiegelt sich nicht nur in Gottesdiensten und Veranstaltungen, sondern viel mehr noch in zahlreichen Gruppen und Kreisen. Hier ist Kirche vielfältig und bunt – je nachdem, was die einzelne Gruppierung als Schwerpunkt setzt. Unter den Stichworten hier finden Sie die Links zu ausführlichen Informationen.
 

Gruppierungen

 

Im Moment gibt es fast 30 Ministrantinnen und Ministranten, die aktiv den Ministrantendienst in der Pfarrei Philipp Neri ausüben. Ihr Alter liegt zwischen 9 und 16 Jahren; die noch älteren Ministranten unterstützen die Jüngeren bei Fragen oder größeren Aktionen.
Bei jedem Gottesdienst sind mindestens vier für den Dienst am Altar eingeteilt. Die Gottesdienste finden in der Regel am Sonntagvormittag in St. Bonifatius in der Weststadt statt. Vor besonderen Gottesdiensten, wie an Weihnachten oder Ostern, gibt es eine Probe.
Kontakt: Noah Bischofberger, Rebekka Fürbach, Emma Fürbach
 

 Der Stamm St. Bonifatius ist fester Bestandteil der Gemeinde Philipp Neri und trägt neben Bildung und Erziehung auch aktiv zur Gestaltung von Gottesdiensten und Festen in der Gemeinde bei.
In unserem Pfadfinderstamm wird Selbstständigkeit und Eigenverantwortung groß geschrieben. In Abenteuern lernen Kinder von klein bis groß Pfadfindertechniken und christliche Werte.
Kontakt: Kontakt Pia-Marie John | vorstand@dpsg-bonifatius.de
 

Die Eine-Welt-Gruppe „Grupo UnSoloMundo“ der Pfarrgemeinden St. Bonifatius und St. Bartolomäus hat zum Ziel, Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung in den Ländern des Südens und bei uns umzusetzen. Einer der Schwerpunkte in dem Engagement der Gruppe bildet die Partnerschaft mit der Gemeinde Checacupe in Peru. Als Beitrag zum solidarischen Handeln verkaufen Gruppenmitglieder regelmäßig nach Sonntagsgottesdiensten und bei Gemeindefesten Waren aus fairem Handel.
 

Für die Seniorinnen und Senioren gibt es am zweiten Donnerstag eines Monat um 14.30 Uhr ein Kaffeekränzchen im Gemeindehaus St. Bonifatius in der Hildastraße 6.
Bei Kaffee und Kuchen können sie gemütlich zusammensitzen und sich unterhalten, einer Geschichte zuhören und es sich gut gehen lassen. Später am Nachmittag gibt es noch ein Glas Wein.
 

 

Einrichtungen

 

Kirche ist in vielfältiger Weise für die Menschen da:

... für Menschen in materiellen Nöten,
... bei der Sorge um das seelische Wohl
... in Krankheit
...

Und darüber hinaus schaffen wir in unserer Gemeinde Räume, in denen Menschen sich begegnen, miteinander feiern und sich kreativ entfalten können.
In der Pastoralkonzeption, die wir 2011 in der Seelsorgeeinheit beschlossen haben, heißt es unter den „Pastoralen Schwerpunkten“ im ersten Satz:

Wir sehen den diakonischen Dienst, den Dienst am Menschen,
in unserer Gemeinde als Schwerpunkt an.

Ökumenische Nachbarschaftshilfe
Um Hilfe im Alltag zu leisten, haben sich drei Gemeinden – evangelisch, freikirchlich und katholisch – zusammengetan, um die „organisierte Nachbarschaftshilfe“ als ökumenische Einrichtung ins Leben zu rufen. Die Nachbarschaftshilfe Heidelberg-Mitte für die Stadtteile Bahnstadt, Bergheim, Südstadt und Weststadt ist Teil der Ökumenischen Nachbarschaftshilfen Heidelberg.
Weitere Informationen finden Sie in einem Flyer zum Download.
Katholische Sozialstation
Seit mehr als dreißig Jahren bietet die Sozialstation im christlichen Geist, unabhängig von der Glaubenszugehörigkeit und der Weltanschauung des zu Pflegenden, alten, kranken und behinderten Menschen eine würdige, liebevolle, verlässliche Pflege und Versorgung an. Unser erfahrenes, qualifiziertes Team setzt sich für eine fachgerechte und persönliche Betreuung ein.
Tafelladen "Rat und Tat"
Es gibt einen Überfluss an Nahrungsmitten und gleichzeitig  Menschen, die nicht ausreichend zu essen haben.Hier bilden die Tafelläden eine Brücke. "Rat und Tat", in der Südstadt, bei der Kirche St. Michael, ist einer davon. Wer bedürftig ist, z.B. weil er eine kleine Rente habt oder wer Arbeitslosengeld I oder II bezieht, kann hier stark verbilligte Lebensmittel kaufen.
Kindertagesstätten
In unserer Gemeinde gibt es drei Kindertagesstätten in Trägerschaft der Stadtkirche Heidelberg: in Bergheim die KiFaz St. Albert, in der Weststadt die KiTa St. Hildegard, in der Südstadt die KiTa St. Elisabeth.
NächstenMahl
Jeden Monat werden an einem Samstag bedürftige Menschen zu Tisch geladen, von einem ehrenamtlichen Team bewirtet und beschenkt. Diese Einladung wird durch die ökumenische Patrtnerschaft mit der evangelischen Markusgemeinde ermöglicht.
Offenes Atelier
Unter der Kirche St. Albert finden Künstlerinnen und Künstler eine Wirkungsstätte, die sie sich ohne unsere Hilfe nicht leisten könnten. Dieses Projekt unserer Gemeinde, in Kooperation mit dem VbI, gibt so diesen Kunstschaffenden eine neue Perspektive, die sich auch in der jährlichen Ausstellung "ArTmut" in der Bonifatiuskirche zeigt.
 

Der Bauförderverein hat sich zur Aufgabe gemacht, die Kirchengemeinde bei Bau und Bauunterhalt der Kirche zu unterstützen. Die regelmäßigen Beiträge der Mitglieder sollen helfen, auch in den kommenden Jahren die dringend benötigten Gelder aufzubringen. Der Verein kann für Mitgliedsbeiträge und Spenden Bescheinigungen ausstellen. Damit können die Beträge steuerlich berücksichtigt werden.
 
Hier finden Sie die Beitrittserklärung zum Download.
 
In den vergangenen Jahren wurde die Bonifatiuskirche von Grund auf saniert. Die Sanierung weiterer wichtiger Elemente steht noch bevor. Ein Zuschuss der Erzdiözese Freiburg, die Beteiligung der Gesamtkirchengemeinde Heidelberg sowie ein hoher Zuschuss vom Denkmalschutz decken nur einen kleinen Teil der Kosten. Die Gemeinde St. Bonifatius musste rund 500.000 Euro selbst aufbringen. Ein Teil des Betrages wurde als Darlehen aufgenommen, für das in den kommenden Jahren der Schuldendienst geleistet werden muss.
 
Kontakt über das Pfarrbüro Philipp Neri.
 

Caritatives

 

Eine christliche Gemeinde kann nicht bestehen, ohne sich um Menschen in Not zu kümmern. Der Dienst am Nächsten, gleich welche Notlage er oder sie hat, ist daher Grundanliegen unserer Gemeinde. In verschiedenen Bereichen bieten wir Unterstützung, Hilfe und Beistand an. Dabei engagieren wir uns beim Frühstück im Winter und beim NächstenMahl gemeinsam mit unseren evangelischen Schwestergemeinden. In der Caritasarbeit unserer Gemeinde werden wir darüber hinaus auch von den Sozialverbänden der katholischen Kirche unterstützt.

 

Als christliche Gemeinde liegt uns am Herzen, die Menschen in jeder Lebenslage zu erreichen, gerade auch im vorgerückten Alter. So ermöglichen wir allen, geistliche Stärkung und Halt, Hilfe und Unterstützung im Alltag zu finden.
Barrierefrei zu erreichen sind die Kirchen St. Michael und St. Bonifatius sowie das Gemeindehaus St. Bonifatius.
Eine Höranlage für Schwerhörige gibt es in den Kirchen St Albert und St. Bonifatius.
Kontakte zu den katholischen Einrichtungen und Verbänden finden Sie auf unserer Übersichtsseite.
 
 

Die ökumenische Aktion "Frühstück im Winter", an der sich viele christliche Gemeinden Heidelbergs beteiligen, findet von Mitte November bis Ende März im wöchentlichen Wechsel in unterschiedlichen Kirchenräumen statt. Bedürftige Menschen erhalten dort in den Morgenstunden ein nahrhaftes Frühstück und können sich aufwärmen.

Seit über 30 Jahren gibt es diese Aktion in Heidelberg, ein Symbol für tätige Nächstenliebe. Einigen Menschen hilft das Winter-Frühstück beim Überleben, für andere ist es die einzige Gelegenheit, einmal mit anderen Menschen zusammen zu sitzen.

Zahlreiche Gemeinden der Stadt beteiligen sich an der Aktion, oft auch in ökumenischer Zusammenarbeit. Wie ein Staffellauf wandert das Winter-Frühstück von Gemeinde zu Gemeinde. Über Spenden wird das finanziert, was dann unser ehrenamtliches Helferteam liebevoll und mit menschlicher Wärme den Besuchern anbietet.

 

Das Evangelische Markushaus in der Südstadt ist der Ort für das NächstenMahl. Ein ökumenisches Team aus ca. 16 Personen zwischen 16 und 88 Jahren kocht jeden 4. Samstag  im Monat für über 100 Gäste. Im Anschluss an das Essen wird noch Kaffee und Kuchen gereicht. Ab 12 Uhr öffnet der Gemeindesaal im Markushaus in der Rheinstraße. Es kommen Junge und Alte, Hartz-IV-Empfänger, Arbeitslose, einsame Rentner und Menschen, die auf der Straße leben und keinen geregelten Tagesablauf kennen – und sie freuen sich auf ein frisch gekochtes Mittagessen und viel Zuwendung. Beim NächstenMahl gibt ihnen der Tag eine Struktur und ein wenig Hoffnung.

„Beim Essen herrscht immer eine familiäre Stimmung,  denn es geht uns nicht nur ums Essen, sondern auch darum, dass die Gäste mal die Seele baumeln lassen können“, betont Petra Gantert, Leiterin des ehrenamtlichen Teams. Seit 2007 gibt es dieses ökumenische Angebot der evangelischen Markusgemeinde und der katholischen Pfarrgemeinde Philipp Neri. Dank des Lions-Club Heidelberg und zahlreicher Spender aus den beiden Gemeinden konnte eine größere Kücheneinrichtung mit einem Dampfgarer eingebaut werden. Dazu kam eine großzügige Spende von Geschirr, die ein Porzellanhersteller zur Verfügung stellte.

Die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet vom NächstenMahl im Mai 2018.

 

Die Sternsinger kommen!

Am Anfang eines Jahres sind kleine und große Könige wieder in einer Mission für Frieden und Gerechtigkeit unterwegs. Mit dem Kreidezeichen

20 ∗ C + M + B 21

bringen die Mädchen und Jungen in der Nachfolge der Heiligen Drei Könige den Segen „Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen, sammeln für benachteiligte Kinder in aller Welt und werden damit selbst zu einem wahren Segen.


 

Rat und Hilfe finden Sie auch bei den Fachleuten der katholischen Verbände:

 

Kirchenmusik

 

Neue Sängerinnen und Sänger
sind uns herzlich willkommen!

Vielleicht bringt unser Repertoire Sie
auf den Geschmack, bei uns mitzusingen?

Freuen Sie sich auf wunderbare Chormusik
in den Gottesdiensten der
Gemeinde Philipp Neri!

Ansprechpartner:
Mechtild Schlager  
(1. Vorsitzende) Tel. 06221-28147
 

Der Kinderchor Südwestwind wird von den Gemeinden Philipp Neri und der Christus-Luther-Markus-Gemeinde getragen. Er bietet ein durchgehendes Chorangebot für Kinder ab 4 Jahren durch alle Altersstufen. Dadurch lernen bei den überwiegend gemeinsamen Auftritten die „Kleinen“ von den „Größeren“ und stärken mit zunehmender Bühnenerfahrung ihr Selbstbewusstsein. Aktionen wie beispielsweise gemeinsames Kostüme basteln oder Probenwochenenden fördern den Zusammenhalt der Gruppe und lassen Freundschaften entstehen.
Der Chor wird geleitet von Thomas Braun.
 
Weitere Informationen zum Kinderchor Südwestwind auf der Website der Christus-Luther-Markus-Gemeinde.
 
 

Wir sind ein kleiner inklusiver Chor mit derzeit 7 Jugendlichen. Wir proben mittwochs von 17 bis 18 Uhr im Markushaus in der Südstadt. In den Ferien finden keine Treffen statt.
Mit unseren Popsongs treten wir bei Jubiläen und anderen Festen auf, zuletzt im Karlstorbahnhof. Gerne singen wir auch modern arrangierte religiöse Lieder in Gottesdiensten. Unser großer Auftritt ist beim Serenadengottesdienst am letzten Tag vor den Sommerferien im Markushaus.
Wer Spaß am freien Singen hat (wir proben ohne Noten rein nach Gehör) und uns kennenlernen will, kann gerne zum Schnuppern vorbeikommen. 
Näheres erfahrt ihr auf der Website der Christus-Luther-Markus-Gemeinde.
 

Die Orgel wurde 1964 erbaut von der Firma Mönch in Überlingen.
In den Jahren 1991/92 wurde sie von der gleichen Firma umgebaut.
Heute verfügt sie über 256 Kombinationen; 52 klingende Register mit 3536 Pfeifen in Zinnlegierung und in Holz.
Rückpositiv – I. Manual
Bordunalflöte 8’
Salicet 8’
Principal 4’
Blockflöte 4’
Nazard 2 2/3’
Doublette 2’
Terz 1 3/5’
Larigot 1 1/3’
Mixtur 4fach 1 1/3’
Cromorne 8’
Krummhornregal 8’

Tremulant
Hauptwerk – II. Manual
Bourdon 16’
Principal 8’
Bourdon 8’
Gemshorn 8’
Octave 4’
Spillflöte 4’
Quinte 2 2/3’
Superoctave 2’
Mixtur 4fach 2’
Cymbel 3fach 1/2’’
Trompete 8’
Bombardwerk – III. Manual
Quintaton 16’
FIûte harm. 8’
Bourdon 8’
Gambe 8’
Voix celeste 8’
Flûte octav. 4’  
Cornettino 3fach 2 2/3
Trompete 16’
Trompette harm. 8’
Clairon harm. 4’

Tremulant
Brustwerk – IV. Manual
Holzgedackt  8’
Viole  8’
Praestant 4’  
Rohrflöte 4’  
Sesquialter 2fach 2 2/3’  
Waldflöte  2’
Flageolet 1’  
Scharff 4fach 1’  
Hautbois 8’

Tremulant
Pedalwerk
Principal 16’
Subbaß16’  
Quintbaß10 2/3’  
Octavbaß  8’  
Gedacktpommer  8’  
Choralflöte  4’  
Sesquialter 3f.  3 1/5’  
Hintersatz 6fach  2 2/3’  
Bombarde16’  
Trompetbaß  8’  
Clarine  4’
Koppeln
I / II
III / II
IV / II
IV / III
I / P
II / P
III / P
IV / P
 
 

Die Orgel in St. Albert wurde erbaut von Willy Dold, Freiburg im Breisgau, in den Jahren 1938-1947.
Willy Dolds Werk stellt in seinem Klangaufbau – trotz mittlerer Größe (30 klingende Stimmen, eine Transmission, eine Windabschwächung) – eine gelungene Synthese zwischen deutscher und französischer Orgelromantik des 19. Jhd. und Elementen der Orgelbewegung des 20. Jhd. dar.

Quelle: Joachim Weiss

So repräsentiert das erste Manual eher die deutsche Orgelromantik, wie z.B. mit seiner differenzierten Behandlung und Charakterisierung der Register im 8’- Bereich, wobei von einem kräftigen Italienisch Prinzipal 8’ bis zur zart streichenden Dulzianflöte 8’ die dynamische Bandbreite, wie sie besonders typisch für die deutsche Orgelromantik ist, zum leiseren Bereich abnimmt. Hier ist auch das Fehlen eines Registers im 2’-Bereich (abgesehen von der Mixtur) für diesen Stil bezeichnend.
Das zweite Manual hingegen ist ein typisches Abbild eines französisch - romantischen Schwellwerks; dies manifestiert sich z.B. in den drei, zum Teil überblasenden, Registern (Flute harm. 8’, Flute oct. 4’,und Oktavin 2’), einem so genannten cornet decompose “zerlegtes Kornett”, bestehende aus den Registern Flute harm. 8’, Praestant 4’, Quinte 2 2/3’, Octavin 2’ und Terz 1 3/5) und in der überblasenden Trompete harmonique 8’.
Das Pedal ist in seinem Aufbau gleichermaßen für die deutsche und französische Romantik repräsentant.
Das Scharf 6fach im zweiten Manual, welches sich durch seine Intonation wie eine hohe Zimbel von den restlichen Registern abhebt, ist in dieser Orgel vom Klang her ein typischer Vertreter der damals noch jungen Orgelbewegung, ebenso wie die übrigen Mixturen, welche keinen Terzchor beinhalten (wie es sonst in der Romantik oft üblich war) und zwei Zungenregistern in der 4’- Lage (Clairon 4’ und insbesondere Schalmei 4’). Trotzdem sind - entgegen anderer Orgeln dieser Zeit - alle Mixturen in ihrer Klang - und Vokallage gut ausgewogen und sehr vielfältig: eine “tiefe” romantische Mixtur 4fach auf 2 2/3 - Basis im II. Manual, eine in der Mittellage fungierende Mixtur 5-6fach im I. Manual, sowie die hohe Scharfmixtur des Schwellwerks bieten vielfältige Verwendungsmöglichkeiten für jede Musikepoche.
Architektonisch steht die Orgel mit ihrem – bedingt durch die Pfeifen der beiden offenen Prinzipale 16’, dem Oktavbass 8’ und dem Bass des Ital. Prinzipal 8’ – monumental wirkenden, in streng symmetrischer Pfeifenanordnung stehenden Freipfeifenprospekt zwischen den Prospekten der Jugendstilzeit und den oft nüchtern wirkenden Freipfeifenprospekten der 50er Jahre, deren Stil ankündigend.
Auf Grund der großzügigen Anordnung der Windladen im Inneren der Orgel, was eine hervorragende Klangabstrahlung der einzelnen Orgelpfeifen bewirkt, gehört das Orgelgehäuse, im Verhältnis zur Registerzahl, zu den am geräumigsten gestalteten Gehäusen im Rhein-Neckar-Raum.
Als Besonderheit ist die Tatsache erwähnenswert, dass der Subbass 16’ im Pedal in dieser Orgel das einzige aus Holz hergestellte Register ist. Ebenfalls ist das Erscheinungsbild des noch original vorhandenen Spieltisches auffallend, welcher an das Aussehen eines Kinoorgelspieltisches der Firma Wurlitzer erinnert, wie der - leider heute nur noch selten anzutreffende - Manualumfang von C - c’’’, welcher aus diesem Grunde auch die Darstellung einiger Orgelwerke des 20. Jhd. ermöglicht.
Willy Dolds Orgel ist demnach heute als ein besonders seltenes klangliches und technisches Denkmal der Orgelbaukunst im Zeitraum 1930 - 1950 anzusehen. Sie ist deshalb und auf Grund ihrer Merkmale ein einzigartiges Dokument dieser Gegend.
Danijel Drilo