Ludwig Bopp vor 100 Jahren geboren
Am 24. August wäre der frühere Pfarrer von St. Bonifatius 100 Jahre alt geworden. Im Gottesdienst am Sonntag, 23. August 2026, gedenkt die Gemeinde Philipp Neri ihres früheren und langjährigen Seelsorgers.
Am Sonntag, 23. August, feiert die Gemeinde Philipp Neri mit allen, die sich eingeladen fühlen, den 100. Geburtstag des früheren Weststadtpfarrers Ludwig Bopp, der am 26. März 2021 verstorben ist. Nach der Eucharistiefeier um 10.30 Uhr wird mit Kaffee und Kuchen der runde Geburtstag gefeiert. Pfarrer Bopp war für viele die Seele der Weststadt und prägte viele Generationen von Christen in St. Bonifatius und darüber hinaus.
Stationen eines langen Lebens
In Limbach im Odenwald 1926 geboren, wuchs Ludwig Bopp mit seinen fünf Geschwistern in einer vom christlichen Geist geprägten Familie auf, die das menschenverachtende Naziregime ablehnte. Ludwig Bopp wurde noch vor dem Abitur als Flakhelfer rekrutiert. Nach Krieg und Gefangenschaft holte er das Abitur nach und begann das Studium der Theologie in Freiburg und München. Am 25. Mai 1952 wurde er in Freiburg zum Priester geweiht.
Nach Vikarsstellen unter anderem in Mannheim und Karlsruhe kam er 1960 nach Heidelberg. Zusammen mit seinen Studienfreunden, Albert Rapp und Karl Velten, zog er in das Pfarrhaus von St. Bonifatius, wo die drei, fasziniert von Leben und Werk des heiligen Philipp Neri, das Ziel verfolgten, ein Oratorium des heiligen Philipp Neri zu gründen und gemeinsam die Seelsorge in der großen Stadtpfarrei zu übernehmen.
Zunächst leistete Ludwig Bopp seinen Beitrag als Vikar und als Religionslehrer am St. Raphael-Gymnasium, bevor ihm 1970 als Pfarrer die Leitung der Pfarrei anvertraut wurde. 1997 übergab Ludwig Bopp die Verantwortung für die Pfarrei in die Hände seines Nachfolgers Christof Heimpel, der
sich auch der Gemeinschaft des Oratoriums angeschlossen hatte.
Zunächst leistete Ludwig Bopp seinen Beitrag als Vikar und als Religionslehrer am St. Raphael-Gymnasium, bevor ihm 1970 als Pfarrer die Leitung der Pfarrei anvertraut wurde. 1997 übergab Ludwig Bopp die Verantwortung für die Pfarrei in die Hände seines Nachfolgers Christof Heimpel, der
sich auch der Gemeinschaft des Oratoriums angeschlossen hatte.
Nach seiner Pensionierung im Jahr 1997 fand er mit dem St. Josefskrankenhaus eine neue Wirkungsstätte. In den letzten 20 Jahren hatte Ludwig Bopp an Sonn- und Feiertagen Gottesdienst in der Kapelle des Josefskrankenhauses gefeiert, das in der Heidelberger Weststadt nur einen Steinwurf von seiner vorigen Wirkungsstätte, der St. Bonifatius-Kirche, entfernt liegt. Sechs Jahrzehnte lang war hier die Heimat und der Lebensmittelpunkt des Pfarrers.
An allen Stationen seines Lebensweges und in den ungezählten Begegnungen haben viele Ludwig Bopp als einen zutiefst menschlichen Seelsorger erlebt, einen Priester, der seinen Dienst ohne jeden Anflug von Klerikalismus oder Standesdünkel versah, als einen lebensfrohen Zeugen des Glaubens an einen menschenfreundlichen Gott.
